P21S „POWER GEL“ Felgenreiniger

Preisspanne: €3.88 bis €95.88

Der P21S Felgenreiniger tauscht die Bürste gegen drei Minuten Einwirkzeit

Was ist der P21S Felgenreiniger POWER GEL? Ein säurefreies Reinigungsgel von Dr. Wack, das eisenhaltigen Bremsabrieb chemisch bindet und sich dabei rotviolett verfärbt. Freigegeben für lackierte, eloxierte, hochglanzpolierte und verchromte Felgen. Kein Lackreiniger, keine Versiegelung und nichts für die warme Felge direkt nach der Fahrt.

P21S Felgenreiniger POWER GEL ist ein säurefreies Reinigungsgel von Dr. Wack für lackierte, eloxierte, hochglanzpolierte und verchromte Felgen aus Alu und Stahl. Sein Wirkstoff Natriummercaptoacetat, in der Szene kurz Thioglykolat, schließt die Eisenverbindungen aus dem Bremsabrieb in einen wasserlöslichen Käfig ein. Im Alltag heißt das: Der schwarze Belag läuft mit dem Spülwasser ab, statt sich unter der Bürste über die Speichen zu verteilen.

Die Gel-Konsistenz ist dabei kein Verdickungsmittel zum Schein. Ein dünnflüssiger Reiniger rutscht an der senkrechten Felgenschüssel in Sekunden nach unten und nimmt seine Reaktionszeit mit. Das POWER GEL bleibt stehen, wo der Sprühstrahl es hinsetzt: auf der Nabe, im Speichengrund, an der Felgenhornkante. Erst diese Haftzeit macht aus drei Minuten Einwirkzeit auch drei Minuten Kontakt.

  • Drei Minuten reichen, unter zehn Grad nicht. Dr. Wack gibt 3 bis 5 Minuten Einwirkzeit an. Fällt die Temperatur unter 10 °C oder ist die Felge stark zugesetzt, verlängert der Hersteller selbst auf mindestens 10 Minuten. Wer im Februar mit dem Sommer-Timing arbeitet, spült die Reaktion ab, bevor sie fertig ist.
  • Die Farbe ist eine Anzeige, kein Zusatzeffekt. Das Gel geht rosa auf die Felge, dadurch siehst du sofort jede Stelle, die der Sprühstrahl ausgelassen hat. Wo eisenhaltiger Abrieb sitzt, zieht die Farbe ins dunkle Rotviolett. Nach 3 Minuten weißt du also, ob ein zweiter Durchgang nötig ist, bevor du den Schlauch anfasst.
  • Vier Gebinde, eine Rezeptur. 750 Milliliter mit Sprühpistole, 2 und 5 Liter als Kanister, 25 Liter als Nachfüllstation. Zwischen der kleinen Flasche und den Großgebinden fällt der Literpreis um rund ein Drittel, ohne dass sich an der Mischung etwas ändert. Was wegfällt, ist der Sprühkopf.

Praxistipp von Detailing1: Bei uns landen oft Anfragen zu einem weißlichen Film, der nach dem Abspülen auf der Felge zurückbleibt. Das ist meist kein Rückstand des Gels, sondern Kalk aus dem Spülwasser, der auf der warmen Felge eintrocknet, während du am nächsten Rad stehst. Arbeite deshalb Rad für Rad einzeln ab: einsprühen, 3 bis 5 Minuten warten, abspülen, mit dem Trockentuch nachwischen, dann erst das nächste. Vier Räder gleichzeitig einzusprühen sieht nach Zeitersparnis aus und kostet den zweiten Durchgang.

Unter zehn Grad braucht das POWER GEL zehn Minuten

Auf die kalte, trockene Felge sprühen, 3 bis 5 Minuten warten, mit kräftigem Wasserstrahl abspülen. Unter zehn Grad oder bei starkem Bremsabrieb verlängert Dr. Wack auf mindestens 10 Minuten.

Kalt heißt: eine Viertelstunde nach der letzten kräftigen Bremsung, und nicht in der prallen Sonne. Eine Felge, die gerade von der Autobahn kommt, trägt die Restwärme der Bremsscheibe noch in der Schüssel. Darauf trocknet das Gel an, bevor die Reaktion durch ist, und hinterher schrubbst du eingetrocknetes Reinigungsmittel statt Bremsstaub.

Trocken ist der zweite Teil der Bedingung. Wer die Felge vorher abspritzt, verdünnt das Gel im Moment des Auftragens und schwächt genau die Eigenschaft, für die er es gekauft hat. Sprüh von unten nach oben, damit ablaufendes Gel immer auf noch unbehandelte Fläche trifft, und nimm Nabe, Speichengrund und die Kante zum Reifen bewusst mit. Der lose Grit auf der Felge stört dabei nicht, der geht mit ab.

Bei der Menge gilt: satt, aber nicht doppelt. Das Gel arbeitet über Kontakt, nicht über Schichtdicke, und eine zweite Lage auf die noch nasse erste bringt nichts außer Verbrauch. Im Praxistest von MOTORRAD war genau diese Haftfestigkeit der Grund für den sparsamen Verbrauch: Was oben bleibt, muss nicht nachgelegt werden. Auf einer tief geschüsselten Felge mit schmalen Speichen lohnt trotzdem ein kurzer zweiter Sprühstoß in den Speichengrund, weil dort am wenigsten Gel ankommt.

Abgespült wird dann von oben nach unten, bis kein rosafarbener Schleier mehr abläuft. Die Felgen kommen im Waschablauf vor dem Lack dran, sonst trägst du den gelösten Eisenabrieb anschließend über die Türen. Bleibt nach dem Spülen ein Rest, ist ein zweiter kurzer Durchgang das richtige Mittel, nicht eine verlängerte Einwirkzeit. Anwender berichten übereinstimmend, dass eine Stunde Kontakt nicht mehr holt als zehn Minuten.

P21S POWER GEL Felgenreiniger wird auf die kalte Alufelge gesprüht

Die Verfärbung zeigt den Bremsstaub an, gelöst hat ihn die Einwirkzeit

Der Farbumschlag ist ein Indikator, kein Reinigungsschritt. Er sagt dir, wo eisenhaltiger Abrieb sitzt. Gearbeitet haben die Minuten davor, nicht die Farbe.

Das ist mehr als Wortklauberei, weil daran zwei Fehlerwartungen hängen. Erstens: Eine Felge, auf der sich fast nichts verfärbt, ist kein Beweis für ein schwaches Produkt, sondern meistens eine Felge mit wenig Eisenlast. Zweitens: Eine tiefviolette Felge ist noch nicht sauber, sie ist markiert. Sauber wird sie erst, wenn der gebundene Abrieb im Spülwasser ist.

Zwei harte Grenzen gehören dazu. Das POWER GEL reinigt, es schützt nicht. Nach dem Abspülen ist die Felgenoberfläche blank und offen, der nächste Bremsabrieb setzt sich genauso schnell wieder fest. Wer die Reinigungsintervalle strecken will, legt danach eine Felgenversiegelung auf, sonst startet er alle zwei Wochen bei null. Und bei Felgen, die eine ganze Wintersaison durchgehalten haben, reicht ein Durchgang selten. Zweimal drei Minuten schlagen einmal zwanzig.

Bei hochglanzpolierten und eloxierten Oberflächen empfiehlt Dr. Wack vor dem ersten Einsatz eine Verträglichkeitsprüfung an verdeckter Stelle. Und der Geruch: Thioglykolat-Verbindungen riechen streng, die Rezeptur ist inzwischen mit Duftstoffen unterlegt, geruchsneutral ist sie damit nicht. In der geschlossenen Garage merkst du das deutlich, im Freien kaum.

Bleibt der Satz auf dem Etikett. „Vielfacher Testsieger“ stimmt für die Linie, nicht automatisch für diese Flasche: Im AUTO-BILD-Vergleich in Heft 22/2021 mit elf Felgenreinigern stand mit 183 von 200 Punkten der P21S HIGH END Felgenreiniger ganz oben, nicht das POWER GEL. Das ist keine Abwertung, sondern eine Zuordnung: Das POWER GEL war in diesem Feld nicht dabei.

Der belegbare Testwert für diese Flasche kommt aus dem Praxistest von MOTORRAD, der auf 4 von 5 Sternen kam. Gelobt wurden dort Haftung und Materialverträglichkeit an Lack und Chrom, kritisiert wurde ein Sprühkopf, der sich im Betrieb löste. Wenn du die im Vergleichstest geprüfte Rezeptur willst, nimm den HIGH END. Wenn du Gel-Haftung, Farbanzeige und Großgebinde brauchst, bist du hier richtig.

Rosa Gel des P21S POWER GEL auf der senkrechten Felge einer VW Alufelge

Dr. Wack baut das POWER GEL als Nachfüll-System, nicht als Einwegflasche

Das POWER GEL gibt es in vier Gebinden von 750 Millilitern bis 25 Litern. Die großen Kanister tragen keinen Sprühkopf, sie sind zum Nachfüllen gedacht und nicht zum Direktgebrauch.

Für ein Fahrzeug, das alle zwei bis drei Wochen an die Reihe kommt, ist die 750-Milliliter-Flasche mit Sprühpistole das passende Gebinde. Sie ist sofort einsatzbereit, steht im Regal ohne Umfüllen und ist die einzige Variante, die Dr. Wack mit Sprühpistole ausliefert. Ab dem zweiten Auto im Haushalt, bei Winter- und Sommerrädern parallel oder bei sportlicher Fahrweise mit entsprechendem Abrieb kippt die Rechnung Richtung 2- oder 5-Liter-Kanister.

Die 25-Liter-Nachfüllstation ist kein Sonderposten aus einer anderen Charge. Es ist derselbe Ansatz, der in Baar-Ebenhausen auch in die 750-Milliliter-Flasche läuft, nur ohne Sprühpistole im Karton. Dr. Wack führt das Produkt seit 1976, und die Gebindebreite ist die logische Folge daraus: Wer eine Rezeptur ein halbes Jahrhundert lang stabil hält, kann sie vom Hobbyhof bis zum Reifenservice in dieselbe Flasche und in dasselbe Fass füllen.

Für wen das Produkt nicht gebaut ist, gehört genauso dazu. Wer sein Auto zweimal im Jahr wäscht und die Felgen dazwischen laufen lässt, bekommt hier keinen Einmal-Retter für eingebrannte Beläge, sondern ein Mittel, das mit regelmäßigem Einsatz seinen Vorteil ausspielt. An einer lackierten Winterfelge, die eine Saison Split und Streugut mitgenommen hat, holt der erste Durchgang den Bremsabrieb und lässt den Rest stehen; erst der zweite macht sie gleichmäßig.

Und wer nur Glanz sucht, ist mit einem Felgen-Wachs besser bedient als mit einem Reiniger. Das POWER GEL nimmt weg, es legt nichts auf.

Ein Detail, das kein Herstellertext erwähnt und das im Großgebinde regelmäßig für Ärger sorgt: Die 25-Liter-Nachfüllstation kommt ohne Auslaufhahn. Wer das Fass bestellt und keinen Zapfhahn oder Drucksprüher im Haus hat, steht mit 27 Kilo Gel da und kommt nicht heran. Zwei Minuten Nachdenken vor der Bestellung sparen dir eine Woche Wartezeit mit vollem Kanister und leerer Sprühflasche.

Unsere beliebtesten Produkte